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Plicasyndrom
Plicasyndrom

Im Kniegelenk finden sich als Überbleibsel der Embryonalzeit auch beim Erwachsenen in aller Regel noch Falten der Gelenksinnenhaut (Plica) welche in nicht wenigen Fällen auf Grund ihrer Größe symptomatisch werden können. Betroffene klagen in diesen Fällen über ein Spannungs- und Druckgefühl nach stärkerer Belastung, aber auch in Ruhe kann es zu einem unangenehmen Schmerzgeschehen kommen. Am häufigsten findet sich die Plica mediopatellaris, bei Beugung des Kniegelenkes kommt es hier zu einem Einklemmen zwischen Kniescheibe und innerer Oberschenkelrolle. Oft lässt sich die Plica als schmerzhafter Strang zwischen Kniescheibe und Oberschenkel tasten. Ein Druck auf die innere Kniescheibenfläche und direkt auf die Kniescheibenspitze wird als extrem unangenehm und schmerzhaft empfunden.

Die Plica infrapatellaris verläuft vor dem Vorderen Kreuzband und kann bei Vergrößerung in Kombination mit dem Haffaschen Fettkörper zu Schmerzen im vorderen Kniegelenksbereich führen.
Eher eine Rarität ist die Plica suprapatellaris, welche direkt oberhalb der Kniescheibe verläuft und den oberen Gelenkrezessus fast vollständig verschließen kann, so dass es auch hier zu Schmerzen und Schwellungen kommen kann.
        
          
  
NMR Plica mediopatellaris            OP-Befund gleicher Patient           Einklemmung bei Beugung


    

normal Befund ohne Plica           Vorderes Kreuzband mit aufgelaterter Pliac infraptellaris

Therapie
Falls eine Therapie mit konservativen Maßnahmen wie Einlagenversorgung nach Maßabdruck und Laufbandanalyse, antiphlogistische Medikation und ggf. Injektionstherapie und krankangymnastisch physikalische Maßnahmen nicht zu einer Beschwerdefreiheit führen, steht am Ende die arthroskopische Entfernung der Plica. Hierbei wird mit einem Motorfräßer die Gelenkinnenhaut im vergrößerten und fibrosierten Bereich bis auf Kapselniveau abgetragen. Da die Gelenkinnenhaut im Gegensatz zum Knorpel und Meniskus gut mit Blutgefäßen und Nervenendigungen durchsetzt ist, kann ein solcher Eingriff wesentlich schmerzhafter sein als eine Meniskusteilentfernung.

Nachbehandlung
Teilentlastung an Unterarmgehstützen bis zur Reizfreiheit des Gelenkes. Das kann bedeuten 2-3 Tage, aber auch 2-3 Wochen.
Antiphlogistika so lange als nötig.
Anspannungsübungen für den Vastus medialis sollten sofort durchgeführt werden.
In der Regel kann die Drainage nach 2 Tagen entfernt werden, ab dann sind manuelle Lymphdrainage und Elektrotherapie zur Vastus medialis Stimulation sinnvoll, gefolgt von krankengymnastischen Übungsbehandlungen je nach Bedarf.
Ein zu schnelles Belasten verbunden mit Schwellung und Schmerzen kann eine überschießende Narbenbildung hervorrufen, welche im Einzelfall ähnliche Beschweden wie vor der Operation hervorrufen kann.
Gleichförmige Bewegungen wie Fahrradfahren in der Ebene mit geringer Belastung sind zu empfehlen, soblad das Gelenk ausreichend gebeugt werden kann. Sportliche Belastungen wie Handball oder Fußball sind abhängig vom Reizzustand wieder möglich, im Einfelfall kann das bis zu 12 Wochen und mehr bedeuten.